Inhaltsverzeichnis
1. Warum ist Barrierefreiheit im Web so wichtig?
Digitale Barrierefreiheit ist kein “nice to have” – sie wird zukünftig eine Notwendigkeit und in vielen Fällen ist sie bereits jetzt schon gesetzlich vorgeschrieben.
Denn Millionen Menschen sind auf barrierefreie Websites angewiesen: Menschen wie zum Beispiel mit Sehbehinderungen, motorischen Einschränkungen, Hörbeeinträchtigungen oder kognitiven Besonderheiten.
Unternehmen, die diese Anforderungen ignorieren, schließen somit nicht nur potenzielle Kunden aus, sondern setzen sich auch rechtlichen Risiken aus.
Doch wer ist überhaupt verpflichtet, eine barrierefreie Website anzubieten?
Und welche konkreten Anforderungen müssen erfüllt werden?
Hier erfährst Du alles, was Du wissen musst- Kess, schnell und einfach zusammengefasst:
2. Welche Unternehmen eine barrierefreie Website brauchen
Nicht jede Website muss per Gesetz barrierefrei sein – aber für viele Unternehmen ist es Pflicht.
1. Öffentliche Einrichtungen
✔ Behörden, Ministerien, Stadtverwaltungen, Gerichte
✔ Schulen, Hochschulen, Universitäten
✔ Öffentliche Bibliotheken & Kultureinrichtungen
Alle Websites und mobilen Anwendungen von öffentlichen Stellen müssen barrierefrei sein!
2. Unternehmen mit öffentlichem Auftrag
✔ Nahverkehrsunternehmen & Bahngesellschaften
✔ Krankenkassen & Sozialversicherungen
✔ Energieversorger & Telekommunikationsanbieter
Diese Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, ihre digitalen Angebote barrierefrei bereitzustellen.
3. Banken & Versicherungen
✔ Online-Banking-Portale
✔ Kundenportale für Versicherungsverträge
✔ Kredit- & Finanzdienstleister
Da Finanzdienstleistungen für alle zugänglich sein müssen, sind barrierefreie Online-Plattformen unerlässlich.
4. Gesundheitsbranche
✔ Krankenhäuser, Arztpraxen & Apotheken
✔ Psychologische & soziale Beratungsstellen
✔ Pflegeheime & Gesundheitsdienstleister
Patienten und Angehörige müssen Informationen, Terminbuchungen & Dokumente problemlos abrufen können.
5. Online-Shops & E-Commerce
✔ Händler mit Online-Vertrieb innerhalb der EU
✔ Plattformen mit digitalen Dienstleistungen (z. B. Streaming, Cloud-Software)
Der European Accessibility Act (EAA) verpflichtet ab 2025 viele Anbieter zur Barrierefreiheit.
6. Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern oder bestimmten Einkommensgrenzen
✔ Firmen mit mehr als 50 Beschäftigten
✔ Unternehmen mit einem Jahresumsatz über 2 Millionen Euro
Ab 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) für diese Unternehmen.
7. Bildungseinrichtungen & Weiterbildungsträger
✔ Universitäten, Volkshochschulen, private Bildungsanbieter
✔ E-Learning-Plattformen & Online-Kurse
Digitale Bildungsangebote müssen für alle Menschen zugänglich sein.
8. Arbeitgeber mit Bewerbungsportalen
✔ Firmen, die Online-Bewerbungen ermöglichen
✔ Karriereportale & Jobbörsen
Um Chancengleichheit zu gewährleisten, müssen Bewerbungsplattformen barrierefrei sein.
Kesses Fazit: Wer in einer dieser Branchen tätig ist, sollte dringend prüfen, ob seine Website den gesetzlichen Anforderungen entspricht – andernfalls drohen Abmahnungen oder Bußgelder.
3. Gesetzliche Vorgaben zur Barrierefreiheit von Websites
1. Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) – Deutschland
Das BFSG setzt die EU-Richtlinie zur Barrierefreiheit um. Ab 28. Juni 2025 müssen viele digitale Produkte und Dienstleistungen barrierefrei gestaltet sein, darunter:
✔ E-Commerce-Plattformen
✔ Online-Banking
✔ Streaming-Dienste
✔ E-Book-Anbieter
2. Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0)
Diese Verordnung regelt in Deutschland die Barrierefreiheit für öffentliche Einrichtungen. Sie basiert auf den internationalen WCAG-Richtlinien (Web Content Accessibility Guidelines).
3. European Accessibility Act (EAA) – EU-weit
Ab 2025 müssen alle Unternehmen, die digitale Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die Anforderungen des EAA erfüllen. Besonders betroffen: Online-Shops, Banken und Dienstleister.
4. Americans with Disabilities Act (ADA) – USA
Wer international tätig ist, muss auch außerhalb der EU aufpassen: In den USA ist Barrierefreiheit über den ADA geregelt. Es gibt bereits viele Klagen gegen Unternehmen, die keine barrierefreie Website bereitstellen.
Kesses Fazit: Spätestens 2025 müssen viele Unternehmen nachbessern. Wer frühzeitig handelt, spart Zeit, Geld und rechtliche Probleme.
4. Welche Anforderungen müssen erfüllt sein?
Eine barrierefreie Website muss für alle nutzbar sein – unabhängig von körperlichen oder technischen Einschränkungen. Die WCAG-Richtlinien (Web Content Accessibility Guidelines) definieren internationale Standards für digitale Barrierefreiheit.
1. Wahrnehmbarkeit
✔ Kontraste: Texte müssen sich klar vom Hintergrund abheben.
✔ Alternativtexte: Bilder und Grafiken brauchen beschreibende Alt-Texte für Screenreader.
✔ Videos: Alle Videos müssen mit Untertiteln oder Audiodeskriptionen versehen sein.
2. Bedienbarkeit
✔ Tastatur-Navigation: Alle Funktionen müssen ohne Maus nutzbar sein.
✔ Fokus-Indikatoren: Der sichtbare Fokus hilft Nutzern, sich zu orientieren.
✔ Keine zeitlichen Einschränkungen: Nutzer müssen genug Zeit haben, um Inhalte zu erfassen.
3. Verständlichkeit
✔ Einfache Sprache: Vermeide komplizierte Fachbegriffe.
✔ Klare Struktur: Eine logische Gliederung mit aussagekräftigen Überschriften hilft bei der Orientierung.
✔ Formulare: Klare Beschriftungen und verständliche Fehlermeldungen sind Pflicht.
4. Robustheit
✔ Kompatibilität: Websites müssen mit Screenreadern und assistiven Technologien kompatibel sein.
✔ Responsives Design: Inhalte müssen sich an verschiedene Bildschirmgrößen anpassen.
✔ Fehlervermeidung: Formulare müssen Nutzer bei Eingabefehlern unterstützen.
Kesses Fazit: Die Umsetzung dieser Kriterien verbessert nicht nur die Barrierefreiheit, sondern auch die Usability für alle Nutzer.
5. Welche Vorteile bringt eine barrierefreie Website?
Viele Unternehmen zögern, weil sie Barrierefreiheit als zusätzlichen Aufwand sehen. Doch eine barrierefreie Website bietet enorme Vorteile:
✔ Rechtliche Sicherheit → Du vermeidest Abmahnungen und Bußgelder.
✔ Mehr Kunden & Reichweite → Millionen Menschen profitieren von einer besseren Benutzerfreundlichkeit.
✔ Bessere SEO-Rankings → Google bevorzugt barrierefreie Websites.
✔ Positive Nutzererfahrung → Eine gut strukturierte, zugängliche Website sorgt für zufriedene Besucher.
✔ Imagegewinn → Unternehmen, die Barrierefreiheit umsetzen, zeigen soziale Verantwortung.
KESS Fazit: Jetzt handeln, bevor es zu spät ist!
Die Anforderungen an digitale Barrierefreiheit steigen – und ab 2025 gelten strenge gesetzliche Vorschriften. Unternehmen, die frühzeitig handeln, profitieren von einer besseren Nutzerfreundlichkeit, einer größeren Reichweite und mehr Rechtssicherheit.
Daher frage Dich: Ist Deine Website schon barrierefrei? Musst Du eine barrierefreie Website haben? Oder willst Du einfach eine haben?
Ob so oder so: Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um das zu ändern!
P.KESS:
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KESSE GRÜSSE!
WIR.











